Liebe Gartenbegeisterte! Fragt Ihr Euch manchmal, wie wertvoll unsere Gärten für unsere kleinsten Bewohner – die Insekten und andere Tierarten - sind? Es geht dabei nicht nur um Nahrung, sprich Pollen und Nektar, sondern auch um Nistmaterial, Unterschlupf-Möglichkeiten bei Regen, Schutz vor unseren norddeutschen Stürmen, Überwinterungsmöglichkeiten usw. In diesem Blog möchte ich ein paar schöne und sturmfeste Pflanzen und Gestaltungstipss vorstellen, die unsere kleinsten Gartenbewohnern in unsere Privatgärten einladen, unseren Stürmen trotzen und zudem auch gestalterisch wertvoll sind.
Pflanzen-Tipp
Gestaltungstipp
Beispielpflanzung
Zwiebelblüher, Stauden, Gräser und vor allem Gehölze, die besonders wertvoll für unsere Tierwelt sind.
Besondere Gestaltungen im Garten, die nicht nur nachhalting und nützlich sondern auch ästetisch ansprechend sind.
Eigene oder fremde Pflanzbeispiele, die ökologisch wertvoll sind.

Pflanzen-Tipp
Klein, fein, windfest und extrem lecker
  • Lenzrose 'Double Red' (Helleborus orientalis)
  • Tulpe turkestanica
    Tulpe turkestanica
  • Tulipa humilis
    Tulipa humilis
  • Zauberhafte Samenstände der Wildtulpen
    Zauberhafte Samenstände der Wildtulpen
  • Chionodoxa luciliae
    Chionodoxa luciliae
  • Chionodoxa luciliae
    Chionodoxa luciliae
  • Anemone nemerosa
    Anemone nemerosa
  • Anemone blanda
    Anemone blanda
  • Leucojum vernum
  • Hyacinthoides hispanica
    Hyacinthoides hispanica
  • Allium karataviense 'Red Giant'
    Allium karataviense 'Red Giant'
  • Samenstand Muscari
    Samenstand Muscari
  • Allium sphaerocephalon
    Allium sphaerocephalon
Zwiebelblüher sind wahre Leckerbissen für unsere Tierwelt. Vor allem die sehr frühen Wildtulpen, Anemonen, Buschwindröschen usw. bieten schon bei kälteren Temperaturen Nahrung. Nehmen wir die Hummelkönigin, die bereits ab 2 Grad C unterwegs ist, benötigt nektarreiche Pflanzennahrung, die sie in dieser frühen Jahreszeit natürlich bei Krokussen, aber auch den hier vorgestellten Wildtulpen findet.
Hummeln bevorzugen übrigens Pflanzen in den Farben Gelb, Blau, Rosa der Ultraviolett. Mit Rot können sie nichts anfangen!
Meine Lieblings-Wildtulpe ist die Tulpe turkestanica. Sie bildet an sonnigen Standorten mehrere Blüten an ihren Stengeln, schwebt über den Beeten und bildet zauberhafte Samenstände. Mit den Jahren bildet sie reiche Teppiche, was für viele Wildtulpen gilt, da sie teilweise auch versamen. "Masse ist Klasse" - diesen Spruch sollte man/frau bei der Gestaltung der Flächen unbedingt beherzigen. Mind. 25 Stück/qm - zufällig gestreut - ergibt ein schönes Bild. Übrigens mögen diese Tulpenarten auch magere Sandbeete, anders als die sonst eher bekannten starkzehrenden hohen Tulpenarten.
Auch die Strahlenanemone (Anemone blanda) in verschiedenen Farben wie Weiß, Blau, Violett, Rosa liefert in den Monaten März-Mai Nahrung und bildet mit den Jahren Ausläufer und dichte Bestände im Gehölzschatten.
Ein weiterer früher Zwiebelblüher, der als Vagabund gern versamt, ohne lästig zu werden, ist der Schneestolz (Chionodoxa luciliae) in Blau, Violett/Rosa. Zusammen mit dem Buschwindröschen (Anemone nemerosa) ergeben sich im März/April schöne Teppiche unter Gehölzen, die gern von Wildbienen und Schmetterlingen angeflogen werden.
Die Märzenbecher (Leucojum vernum) haben einen mittleren Nektar- und Pollengehalt und eignen sich auch für Problemstandorte mit feuchten und schattigen Ecken. Ihr strahlendes Weiß bringt Licht in dunkle Gartenecken.
Wusstet Ihr, dass 80% aller Tagfalter in Deutschland gefährdet sind?
Ja und dann sind da noch die in Nordfriesland häufig zu findenen Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica), die ihren großen Auftritt im Mai haben. Sie können sich an ihnen zusagenden schattigen Standorten extrem versamen, aber ich finde sie dennoch nicht lästig, sondern freue mich jedes Jahr über die blaue Masse in meinen Gräser-betonten Beeten.
Ja und dann sind da noch die in Nordfriesland häufig zu findenden Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica), die ihren großen Auftritt im Mai haben. Sie können sich an ihnen zusagenden schattigen Standorten extrem versamen, aber ich finde sie dennoch nicht lästig, sondern freue mich jedes Jahr über die blaue Masse in meinen Gräser-betonten Beeten. Manche zeigen sogar rosa-farbene Mutationen - ich mag's!
Nektar gilt als "Flugbenzin" für Insekten, während eiweißreicher Pollen für die Nachkommen-Aufzucht bestimmt ist.
Die verschiedenen Zierlauch-Arten krönen dann das Frühlings-Ende und den Sommerbeginn. Die Sorten mit den großen Kugeln (wie z.B. 'Purple Sensation' oder 'Mount Everest') benötigen allerdings kräftig "Futter", sonst bestrafen sie uns mit Mickerwuchs oder zeigen sich gar nicht mehr. Sehr windfest ist der kurze aber großkugelige Allium karataviense 'Red Giant'. Sein bläuliches und kräftiges Laub ist ebenso zierend, wie die tollen Blüten. Mein Lieblingslauch ist Allium sphaerocephalon - ein Zierlauch mit kleineren über den Beeten schwebenden Köpfchen. Diese Lauchart ist sehr anspruchslos und macht sich auch gut in nährstoffärmeren Beeten. Die späte Blüte ab Juni passt hervorragend für die Beimischung in Gräser-betonten Gestaltungen. Alle Zierlauch Arten zeichnen sich vor allem durch einen hohen Nektar- und Pollengehalt aus - also macht aus Euren Gärten ein Schlaraffenland mit Zierlauch!

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