Wer glaubt, dass heimische Gehölze in unserer windreichen Region unweigerlich struppig und wild aussehen, dem empfehle ich einen Besuch in einer guten Baumschule oder in einem japanischen Garten, in der es sogenannte Formgehölze zu sehen gibt.
Hier seht Ihr Fotos unseres heimischen Weißdorns (Crataegus monogyna) während seiner Frühjahrs-Blüte und im August mit seiner Beerenpracht. Mit dieser Wolkenform bekommt das Gehölz einen ruhigen, fast meditativen Charakter und schmückt jede Terrasse oder Haustür in großen Kübeln.
Ein anderes Beispiel für ein extrem windfestes Formgehölz ist die Immergrüne Ölweide (Eleagnus ebbingei), hier als Kugel in einem wunderschönen Kübel aus Blaustein.
Sehr schön wirken aufgeastete Kiefern, hier als Schirmform auf einem Trockenwall. Unterpflanzt mit Stauden, Gräsern oder anderen Gehölzen sind spannende mehrstufige Ebenen gestaltbar.
Oder Ihr lasst Eurer Fantasie einfach freien Lauf beim Formen von Eiben, Thujas, Rotbuchen (hier als Tor geformt). Vor allem in Großbritannien, oder in japanischen oder historischen Gärten sieht man das sogenannte „Topiary“ (Englisch) bzw. „Niwaki“ (Japanisch), also die Kunst, Pflanzen durch regelmäßigen Rückschnitt in geometrische, abstrakte oder figürliche Formen zu schneiden.
Oder sucht Ihr nach einem Sichtschutz bzw. Raumteiler im Garten? Wie wäre es mit Obstgehölzen in Spalierform? Es ist gar nicht schwer, diese Form bereits als älteres Gehölz zu kaufen und jedes Jahr eigenständig zu schneiden. Und das Obst schmeckt ebenso lecker wie am „normal“ gewachsenen Obstgehölz. Verschiedene Sorten von Äpfeln, Birnen oder auch Quitten eignen sich hervorragend.
Außerdem sind auch schöne Lichtinstallationen mit Formgehölzen möglich. So wirken die Formen auch im Winter, auch die laubarmen.
Welche Form mögt Ihr am liebsten: Dach, Spalier, Kugel, Säule, Tor, Wolke, Tiere oder, oder, oder?










