PFLANZKOMBINATIONEN – ZWIEBEL TRIFFT STAUDE

Ihr möchtet euren Garten mit einer neuen Brise schöner Pflanzkombinationen beleben? Zwiebelpflanzen bieten eine Vielzahl von Farben und Texturen, die sich wunderbar mit einer Vielzahl von Stauden kombinieren lassen. Indem ihr Zwiebelpflanzen geschickt in eure Staudenbeete integriert, könnt ihr üppige und dauerblühende Bereiche schaffen, die das ganze Jahr über Freude bereiten. Hier ein paar Beispiele, die vielleicht Lust auf MEHR/MEER machen…

Chionodoxa, auch bekannt als Schneeglanz oder Sternhyazinthe, ist eine hübsche Zwiebelpflanze, die im Frühling mit ihren zarten blauen oder violetten Blüten Teppiche aus Farbe in den Garten zaubert. Diese kleinen Schönheiten eignen sich hervorragend für die Kombination mit rotlaubigen Heuchera micrantha (hier ‚Cherry Cola‘). Die roten Blätter bilden einen faszinierenden Kontrast zu den zarten Blüten der Chionodoxa und schaffen eine lebendige und dynamische Szenerie im Frühlingsgarten. Die niedrig wachsenden Chionodoxa setzen dabei die Heuchera perfekt in Szene, während das Purpurglöckchen mit seinem kompakten Wuchs und den leuchtenden Blättern auch nach dem Verblühen der Zwiebelpflanzen für interessante Farbakzente sorgt.

Chiodonoxa mit Heuchera micrantha ‚Cherry Cola‘

Chionodoxa kann auch eine bezaubernde Ergänzung zu den kräftigen Blättern und robusten Blütenständen von Bergenia cordifolia sein. Bergenia, auch als Herzblatt bekannt, ist eine ausdauernde Staude, die im Frühjahr große, ledrige Blätter hervorbringt und im späten Frühling bis Frühsommer rosafarbene Blüten trägt. Wenn diese mit den blauen oder violetten Blüten von Chionodoxa kombiniert werden, entsteht eine harmonische Szenerie, die den Garten mit Frühlingsfarben erstrahlen lässt.

Chiodonoxa mit Bergenia cordifolia

Die zarten Glockenblumen von Fritillaria meleagris, auch als Schachbrettblume bekannt, bilden einen reizvollen Kontrast zu den leuchtend gelben Blüten der Primula veris, oder auch Echte Schlüsselblume genannt. Diese Kombination aus zarten und leuchtenden Farben schafft eine malerische Szene im Garten und ist eine charmante Begrüßung der Frühlingssaison. Beide Pflanzen bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte, und – sie vermehren sich auch gern!

Frittilaria meleagris mit Primula veris

Wildtulpen, Antennaria dioica und Armeria maritima – ein Trio, das sich perfekt für trockene Standorte eignet und besonders in sandreichen, küstennahen Gärten wunderbar gedeiht. Die zarten Blüten der Wildtulpen verleihen dem Beet im Frühling einen Hauch von Eleganz und Farbe, während Antennaria dioica, auch als Katzenpfötchen bekannt, mit ihrem silbrigen Laub und den kleinen, filzigen Blütenpolstern eine texturierte Schicht hinzufügt. Armeria maritima, oder auch Strandnelke genannt, trägt mit ihren kugelförmigen Blütenköpfen zu einem lebhaften und doch zarten Erscheinungsbild bei. Zusammen bilden diese Pflanzen eine harmonische und ökologisch wertvolle Gemeinschaft, die nicht nur den trockensten und windigsten Standorten standhält, sondern auch einen naturnahen Charakter in den Garten bringt.

Wildtulpen mit Antennaria dioica und Armeria maritimia im Sandbeet

Für eine sommerliche Eleganz im Garten bietet die Kombination aus Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘, Salvia nemorosa ‚Caradonna‘ und Stipa tenuissima eine beeindruckende Darbietung. Die tiefvioletten, kugelförmigen Blütenbälle des Alliums setzen einen dramatischen Akzent im Beet und sorgen für Höhe und Struktur. Ergänzt wird dies durch die langen, dunkelviolett-gefärbten Stängel und Blütenähren der Salvia ‚Caradonna‘, die eine reizvolle Vertikale in das Arrangement bringen. Die zarten, federartigen Blütenrispen der Stipa tenuissima fügen eine luftige Leichtigkeit hinzu, die das Ensemble perfekt abrundet. Diese Kombination verleiht dem Garten einen Hauch von Modernität, während sie gleichzeitig eine entspannte und natürliche Atmosphäre im Frühsommer schafft.

Screenshot

Auch nachdem die Blütezeit vorüber ist, behalten verblühte Allium ihren ästhetischen Reiz und bieten eine faszinierende Struktur im Garten. In Kombination mit Lavendel, Perovskia atriplicifolia und Stipa tenuissima entsteht ein ansprechendes Arrangement, so dass der Garten auch nach dem Höhepunkt der Blütezeit immer noch ansprechend und lebendig wirkt.

Verblühte Allium mit Lavendel, Perovskia atriplicifolia und Stipa tenuissima

Die weißen Blüten von Allium stipitatum ‚Mount Everest‘ bilden eine attraktive Kombination mit den Gräsern Hakonechloa macra und Festuca gautieri. Die aufrechten Blütenbälle der Alliums stehen im Kontrast zu den biegsamen Halmen des Hakonechloa und den dichten Polstern der Festuca. Besonders nach der Blütezeit überdeckt das Laub des Hakonechloa geschickt die verblühten Stängel der Allium, was für eine aufgeräumte Erscheinung im Garten sorgt.

Allium stipitatum ‚Mount Everest‘ mit Hakonechloa macra und Festuca gautieri

Die Kombination von Allium sphaerocephalon (Kugel-Lauch) und Senecio cineraria ‚Quicksilver‘ (Silberblatt), die ich 2023 auf der BUGA Mannheim entdeckt habe, ist aufgrund ihrer kontrastierenden Farben und Texturen äußerst ansprechend. Die langen, schlanken Blütenstängel des Kugel-Lauchs erheben sich über dem silbernen, filzigen Laub des Silberblatts, was eine faszinierende visuelle Dynamik erzeugt. Die purpurfarbenen Blütenköpfe der Alliums setzen einen lebhaften Akzent gegen das matte Grau des Silberblatts.

Senesio cineraria ‚Quicksilver‘ (Silberblatt) zusammen mit Allium sphaerocephalon (Kugel-Lauch)

Eine Szenerie, die ich in „Planten un Blomen“ gesehen habe: Tulpen inmitten eines üppigen Teppichs aus Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen. Die lebhaften Farben der Tulpenblüten bildeten einen lebendigen Kontrast zu den hier weißen Vergissmeinnicht und den gelben Akzenten der Stiefmütterchen. Auch wenn ich kein großer Fan von Stiefmütterchen bin – diese Kombination ist sehr gelungen und schwer romantisch…